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ArnikaBergwohlverleih |
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Arnica montana |
Asteraceae |
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Bereits Johann Wolfgang von Goethe trank immer eine Tasse warmen Arnikatee gegen Angina pectoris. Heute ist Arnika eine sehr begehrte Heilpflanze. Allein in Deutschland findet man über 200 verschieden Präparate die Extrakte dieser Pflanze enthalten.
Hier an der Westküste Norwegens war die Pflanze früher weit verbreitet. Leider ist ihr Bestand auf Grund von Düngung und Kalken des Bodens stark zurückgegangen. Man nennt sie hier auch Sonnwendblume (Jonsokblommen), da sie meist zur Sonnwende zum Blühen beginnt.
Arnica montana ist eine der wenigen Heilpflanzen, bei denen der lateinische
Name volkstümlicher ist als der deutsche Name "Bergwohlverleih".
Der deutsche Name kommt nicht von "Wohl" sondern von "Wolf",
was die althochdeutschen Namen "Wolferley" und "Wolfesgelegena"
(Hildegard von Bingen) belegen.
Droge:
Arnicae Flos, Arnicae Radix
Ernte: vollgeöffnete Blütenköpfe
Inhaltsstoffe: Ätherische
Öle , Sesquiterpenlactone, Flavone
Anwendung und Wirkung:
Der Wirkungsbereich des "Kombinationspräparates Arnica-Extrakt", wie dieser aufgrund seines breiten Inhaltsstoffspektrums auch schon bezeichnet wurde, ist sehr weit gestreut.
Äusserlich wirken Arnikatinkturen bei Prellungen, Zerrungen, Muskelschmerzen,
Schwellungen bei stumpfen Verletzungen und Entzündungen. Die Sesquiterpenlactone
wirken hier antiphlogistisch, indem best. Stoffe, die beim Entzündungsprozess
beteiligt sind, gebunden werden.
Arnika hat eine stark antibakterielle Wirkung, sowohl auf gram+ und gra÷
Bakterien, indem bestimmte Schlüsselenzyme des zellulären Stoffwechsels
gehemmt werden.
Innerlich findet man viele verschiedene Wirkungen:
Aufgrund seiner starken innerlichen Wirkungen darf Arnika nur äusserlich angewendet werden. Arnika ist giftig!!
Die wichtigste Zubereitungsform von Arnikablüten als Einzelwirkstoff ist die Arnika-Tinktur. Diese wird aus einem Teil Arnikablüten und zehn Teilen Ethanol (70%) hergestellt. Man lässt die Mischung in einer Flasche unter öfteren Umschütteln für 10 Tage stehen. Dann abgiessen durch ein Taschentuch und die Blüten auspressen.
Angewendet wird die verdünnte Tinktur äusserlich! bei Muskelschmerzen, Sportschäden, rheumatischen Gelenkschmerzen, Schwellungen und Blutergüssen.
Teeaufguss aus Arnikablüten besitzt die selbe Indikationen wie die Tinktur und wird ebenfalls äusserlich in Form von Umschlägen verwendet.
Allergische Hautreaktionen sind allerdings bei diesen Anwendungen häufig
zu beobachten.