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Melisse |
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Melissa officinalis |
Lamiaceae |
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Die Melisse kommt ursprünglich aus dem Orient und ist eine sehr alte Arznei- und Gewürzpflanze. Sie ist eine gute Nektarpflanze und der Name melissa ist wahrscheinlich deshalb aus dem griechischem Wort für Bienen entstanden.
Droge:
Melissae Folium
Ernte: vor der Blütenperiode
Inhaltsstoffe: Ätherische
Öle , Bitterstoffe,
Gerbsäure
Anwendung und Wirkung:
Melisseblätter wirken beruhigend, krampflösend und appetitanregend. Man verwendet die Pflanze gegen Nervosität, bei nervösen Magen- Darmstörungen, Migräne und als beruhigendes Mittel in Schlaftees, oft zusammen mit Hopfen und Baldrian.
Frische Blätter riechen stark nach Zitrone und eignen sich gut in Salaten und zu Wild- und Pilzgerichten. Getrocknete Blätter verlieren leider viele ihrer Inhaltsstoffe und damit auch ihrer Wirkungen.
Heute ist die Melisse ein wichtiges, medizinisches Forschungsobjekt. In Melisseextrakten
konnte eine virushemmende Wirkung, besonders gegen den Herpes-Virus, nachgewiesen
werden. Der Melissenextrakt verhindert, dass sich der Virus an den Zellwänden
festsetzt und blockiert damit seinen Vermehrungszyklus. Melissepräparate
gegen Herpes sind in der Apotheke erhältlich.