Meerrettich

Meerrettich

Armoracia rusticana

Brassicaceae

1200 n.Chr. kam der Meerrettich zusammen mit den Mönchen nach Norwegen und wurde als Gemüse-, aber auch als Arzneipflanze verwendet. Die Pflanze ist reich an Vitamin C und war deshalb ein fester Bestandteil des Nahrungsmittelvorrats bei langen Schiffsreisen. Heute verwendet man die geriebenen Wurzeln in Fischsossen und zu gekochtem Rindfleisch.

Droge: Armoraciae Radix
Ernte: im Herbst
Inhaltsstoffe: Allyl-Senföl, Vitamin C
Anwendung und Wirkung:

Der scharfe Geschmack und die tränenreizende Wirkung des Geruchs stammt von den beinhalteten Senfölen. Das Senföl wird beim Reiben der Wurzeln, und dem damit verbundenen beschädigen der Pflanzenzellen, freigesetzt. Äusserlich reizt Senföl die Haut und erzeugt ein Wärmegefühl. Ein Überdosis kann zu Entzündungen, Schmerzen und zu Blasen führen. Diese Wirkung ist besonders stark auf den Schleimhäuten der Nase und in den Augen.

Senföl stimuliert das Atemzentrum und reflektorisch die Herzfrequens. Die Blutgefässe ziehen sich zusammen, was zu erhöhtem Blutdruck führt. Das Öl wird über die Nieren und Lunge ausgeschieden und wirkt stark antibakteriell.
Innerlich verwendet man Meerrettich gegen Bronchitis und bei Harnwegsinfektionen. Eine Verwendung höherer Dosen ist während der Schwangerschaft und bei Nierenproblemen abzuraten.